Frühförderung -

Wasserspaß für Babys

 

Sabine Sander

 

 

Grundlagen und Hintergründe

 

Der enge Zusammenhang zwischen motorischer Entwicklung und Persönlichkeitsentfaltung ist seit langem wissenschaftlich belegt.

Die Kinder, die an der Frühförderung teilgenommen haben, erweisen sich als selbstständiger, weniger ängstlich in neuen Situationen und verfügen über eine

höhere Lern - und Leistungsmotivation.

  

Durch die Reize, die das Wasser auf den Körper ausübt, werden alle Sinne geschärft.

Durch spezielle Übungen wird der Gleichgewichtssinn trainiert,

die Muskulatur und die Lunge gestärkt.

 

Die Kinder werden dabei unterstützt, sich immer selbstbewusster und selbstständiger im Wasser zu bewegen, und sie lernen, neue Situationen und kleine Herausforderungen neugierig anzunehmen.

 

 

Bei der Frühförderung im Wasser wird nicht getaucht - warum?

 

Würden wir mit unseren Kindern tauchen, müssten wir jedesmal den Kehldeckel-Schlussreflex aktivieren, um das Kind während des Tauchens zu schützen.

 

Dabei wird das Kind komplett passiv:

  -es kann keine Luft holen

  -es kann die Augen nicht schließen (unter Wasser hat es keinen Augenlid-Schlussreflex).

 

Bei der Frühförderung sollen die Kinder aber aktiv und selbstbewusst sein!

 

Warum ist es auch gefährlich, wenn ein Kind in nur seichtes Wasser fällt?

 

Fällt ein kleines Kind in seichtes Wasser, in dem es sitzen oder stehen könnte -

es wird sich nicht aufrichten.

 

Der Adrenalinpegel schnellt beim Fallen ins Wasser ruckartig hoch, und das Kind ist nicht in der Lage, sich zu bewegen (Schreckstarre).

Damit kein Wasser in die Lunge gerät, reagiert der Körper sofort und schließt die Luftröhre mit dem Kehldeckel (Kehldeckel-Schlussreflex).

Nun "weiß" der Körper des Kindes aber, dass das Kind nach spätestens 1 Minute Sauerstoff braucht. Also öffnet er spätestens nach dieser Zeit den Kehldeckel, meistens schon eher.

 

Diese Zeitspanne ist als Lebensrettungszeit viel zu kurz!

 

Durch die vielen unterschiedlichen Übungen in meinen Kursen lernt der Körper unserer Kinder, kleine Schrecksituationen zu akzeptieren und nicht gleich mit einem massiven Adrenalinanstieg zu reagieren. Dabei verlernt er auch, den Kehldeckel zu schließen.

 

Die Kinder lernen dabei ohne unser weiteres Zutun, aktiv die Luft anzuhalten.

 

Unser Ziel ist es, das sich die Kinder selbstbewusst im Wasser bewegen. Sollten sie jemals in die oben geschilderte Situation  kommen, möchten wir, dass sie nicht in Schreckstarre fallen, sondern aktiv bleiben und sich aufrichten können.